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Schülerinnen und Schüler treffen Lernende aus der Gemeinde – ein Interview mit Jelena Danilovic.

In der 3. Sek sind alle Schülerinnen und Schüler nebst dem „normalen Unterricht“ stark mit der Berufswahl beschäftigt. Rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in unserer Klasse 3DBr durfte bereits einen Lehrvertrag unterschreiben. Die anderen schreiben weiter fleissig Bewerbungen und gehen schnuppern.

Heute hatten wir die Gelegenheit, mit einer Lernenden aus der Gemeinde ein Interview zu führen. Dabei konnten wir erfahren, wie für sie der Wechsel von der Schule zum Arbeitsalltag abgelaufen ist. Die sehr sympathische 18-jährige Jelena Danilovic, welche in ihrer Freizeit gerne reist und sich mit Freunden trifft, absolviert seit Sommer 2017 ihre Lehre als FaBe (Fachfrau Betreuung) Kind im Hort Lanzrain Oberengstringen.

War es für dich schon von Anfang an klar, dass du diesen Beruf erlernen wolltest?
Eigentlich gar nicht – ich wusste am Anfang nicht, für welchen Beruf ich mich entscheiden sollte. Fachfrau Gesundheit und Kauffrau kamen zuerst für mich auch in Frage. In der 2. Sek bin ich dann als FaBe schnuppern gegan-gen und es hat mir sehr gut gefallen.

Musstest du viele Bewerbungen schreiben, um die Lehrstelle zu erhalten?
Eigentlich nicht. Ich habe ja zuerst ein Prakti-kum gemacht. Eine Praktikumsstelle zu finden ist eher einfach, denn ehrlich gesagt werden Praktikantinnen oft ein bisschen «ausgenutzt». Nach dem Praktikumsjahr war für mich deshalb auch klar, dass ich nicht im damaligen Praktikumsbetrieb bleiben wollte. So habe ich begonnen, Bewerbungen für eine Lehrstelle zu schicken. Das war dann schon etwas schwieriger, denn meist stellen die Betriebe die eigenen Praktikantinnen an.

Welche sind für dich persönlich die Sonnenseiten dieses Berufes?
Ganz klar, dass jeder Tag anders ist. Man hat so viel Abwechslung und täglich begegnet man anderen Kindern. Jeden Tag kann man andere Sachen mit den Kindern unternehmen wie z.B. basteln, rausgehen oder zusammen das Zvieri vorbereiten.

Welche sind für dich persönlich die Schatten-seiten dieses Berufes?
Wenn die Kinder «ihre 5 Minuten haben». (lacht)

Wie viele Kinder betreust du im Hort?
Am Mittag sind es jeweils zwischen 20 und 30 Kinder; am Nachmittag nach der Schule sind es etwa 20 Kinder.

Wie sieht ein typischer Tag einer „Fachfrau Betreuung Kind“ aus?
Chaotisch! (lacht) Nein, also mit chaotisch meine ich, dass die Kinder sofort mit dem Er-zählen beginnen, sobald sie hier sind. Sie ha-ben sehr viel zu erzählen und bringen viel Energie mit. Das braucht dann auch meiner-seits viel Geduld, Nerven und Energie – aber wie gesagt macht genau dieser Aspekt meinen Beruf so spannend und schön. Ja, und was auch zu einem typischen Tag als FaBe gehört, ist auf jeden Fall das viele Putzen.

Welche Aufgaben erledigst du am liebsten?
Am liebsten habe ich die Zubereitung des «Zvieri», oder allgemein gesagt das Kochen! Und ich bastle natürlich auch sehr gerne mit den Kindern.

Kannst du uns etwas über die Berufsschuleerzählen?
Ich besuche die «Berufsschule Gesundheit und Soziales» in Brugg, also im Kanton Aargau (die Schule in Winterthur wäre für mich zu weit weg gewesen). Diese Schule wird von angehenden FaGes und FaBes besucht. An dieser Schule kann man ebenfalls die Berufsmaturität machen im Gesundheits– und im Sozialwesen.

Welches Fach besuchst du am liebsten in der Berufsschule?
Am liebsten besuche ich das Fach «Gesundheit».

Bist du auch in Oberengstringen zur Schule gegangen?
Nein, ich habe die Schule nicht in Oberengstringen besucht.

Was magst du an der Gemeinde Oberengstringen speziell?
Mir gefällt an Oberengstringen, dass es eine eher ländliche und ruhige Gemeinde ist – trotz der Nähe zur Stadt Zürich. Alles ist schön ordentlich und die Verbindungen sind wunderbar – das gefällt mir sehr.

Wenn du an die Schulzeit zurückdenkst, was vermisst du am meisten?
Dass man nicht so lange Schule hatte und auch die freien Mittwoch Nachmittage. (lacht)

Welche Tipps würdest du Schülerinnen und Schülern geben, welche momentan mitten in der Berufswahl stecken?
Ganz wichtig: Fixiert euch nicht nur auf einen Beruf! Haltet mehrere Optionen offen! Ganz wichtig ist es auch, sich Hilfe und Unterstützung bei den Fachstellen und bei den Eltern zu holen.

Wenn du zurück könntest – würdest du im Bereich „Berufswahl“ alles gleich machen?
Ja, denn ich habe verschiedene Berufe erkundet und dadurch genau den Beruf gefunden, den ich wirklich ausüben will!

 

J. Danilovic
Lernende Fachfrau Betreuung im Hort Lanzrain

 

Wichtige Termine
08.03.2018 Schulbesuchstag
30.03.—02.04.2018 Ostern (schulfrei)
16.04.2018 Sechseläuten (schulfrei)
23.04.—04.05.2018 Frühlingsferien
01.05.2018 Tag der Arbeit (in den Frühlingsferien)

 

Interview und Fotos:Cassandra und Hugo, Schüler/in 3DBr, Sek Allmend


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